The Skipper of Faule Haut is happy to introduce his new crew:
Craig has been on the boat for 10 days already, Sandra joined the day before yesterday. Both are super friends from Texas.
Currently we are cruising the American Virgin Islands. This picture was taken at a beach bar at St. Thomas, at a small island southwest of Charlotte Amalie, the capitol of AVI.
I picked them both up at Puerto Rico. From there it took us two days of sailing to get here
Blog
Reaching St. Kitts and Nevis
Die Faule Haut ist am 22.12.2017 in der Karibik angekommen.
Der Angesengte ist Skipper Benno, in der Mitte Skipper Ingo und dann rechts Skipper Udo. Glücklich am Anlegesteg in Point-a-Pitre, Guadeloupe. Nach 49 Tagen auf See für mich und Benno (von Vinaros) und 28 Tage für Udo (von Tenerife)
Für näher Interessierte hier eine kleine Statistik:
Gesegelt von: Vinaros > Málaga: 600 sm
Málaga > Tenerife: 1.300 sm
Tenerife > Guadeloupe: 3012 sm
Gesamt: 4.912 sm
Auf See gesamt : 49 Tage, darin enthalten 5 Aufenthaltstage gesamt (Málaga 1 Tag, Gibraltar 1 Tag, Las Palmas 1 Tag, Tenerife 2 Tage). 4912 sm dividiert durch 44 reine Seetage = 111 sm/Tag = 4,6 kn Durchschnitt.
Jetzt kann ich’s mir nicht verkneifen, mich mal ein bisschen zu beweihräuchern: Ich hatte für die Überfahrt 44 Tage (reine Seetage) prognostiziert bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,5 kn. Die 44 Tage stimmten genau aber bei der Geschwindigkeit habe ich mich um 0,1 kn verschätzt.
Zu viel haben wir erlebt, als dass man es hier auflisten könnte. Eigentlich hatte ich vor, ein Blog zu schreiben, aber wie es scheint, bin ich dazu zu faul. Meine engsten Freunde wurden allerdings rund um die Uhr mit WhatsApp Messages auf dem Laufenden gehalten. Am 27.11.2017 sind Benno und ich nach Vinaros geflogen und hatten sofort angefangen, die Yacht für die Überfahrt klar zu machen. Am meisten Arbeit machte die Installation der Hydrovane (Windsteueranlage). Glücklicherweise traf diese rechtzeitig aus England ein. Auch drei neue Batterien wurden installiert und zusätzliche Elektronik zur Steuerung und Überwachung der Photovoltaik und der Bordspannung.
Proviant in Massen wurde eingekauft und gebunkert. Bei ALDI in Vinaros wurde gemunkelt, wir bereiten uns auf den Krieg mit Katalonien vor, denn zusammen mit dem Trinkwasser, 62 Stück 5 ltr Flaschen waren es fünf Einkaufswagen voll, die wir durch die Kasse schoben.
Chronik:
04.12.2017: Benno und ich legen in Vinaròs ab, Ziel: Guadeloupe, Caribbean Sea
11.11.2017: wir erreichen Malaga
12.11.2017: Sabine steigt zu
25.11.2017: wir erreichen Tenerife
26.11.2017: Udo steigt zu, Sabine fliegt zurück nach DE.
27.11.2017: wir, drei Skipper, Benno, Udo & Ingo verlassen Tenerife 22.12.2017: wir drei erreichen Pointe-a-Pitre, Guadeloupe

Ich danke meinen Freunden Sabine, Benno und Udo für ihre Begleitung. Es war einfach geil mit euch. Besonders Benno, der mit mir eine Woche lang zuvor nicht nur bis spät in die Nacht, sondern oftmals bis spät in den Morgen am Boot gearbeitet hatte, um die Yacht für die Atlantiküberquerung fit zu machen. Ohne Benno‘s Hilfe hätte ich enorme Probleme bekommen meinen Zeitplan einzuhalten. Wir standen unter Zugzwang denn wir mussten spätestens am 23.12. in Guadeloupe sein, da Frank bereits für diesen Tag seinen Flug in die Karibik gebucht hatte, bevor wir überhaupt gestartet hatten. Drei weitere Freunde hatten ebenfalls Flüge für den 27.12. gebucht. Alle wollten dort auf die Faule Haut zusteigen um dort gemeinsam einen kleinen Teil der Inselwelt kennenzulernen.
Es ehrt mich, gesehen zu haben, welches Vertrauen die Freunde hatten, das wir die Faule Haut nach über 4.900 sm rechtzeitig in Guadeloupe anlanden würden.
Die ersten Tage auf See waren hart für Benno und mich. Die nächtlichen Deckswachen zerrten an den Nerven und waren gewöhnungsbedürftig. Nachts musste jeder im Wechsel 5 Std. Wache gehen. Doch auch wenn man keine Wache schob, an richtigem Schlaf war nicht zu denken. Man dümpelte auf der Koje im Dämmerzustand, halb wach halb schlafend dahin. Durchgeschaukelt rund um die Uhr vom Rollen und Stampfen der Yacht. Unsere Kojen teilten wir jeder mit Wasserflaschen, Milchtüten, Weinboxen, Küchenpapier und anderem Proviant, denn der Raum in den Schränken und in der Bilge unter den Bodenbrettern reichte nicht aus um alles zu verstauen. Hatte aber auch den Vorteil, dass man in den Kojen eingeklemmt war und bei den Rollbewegungen des Bootes nicht immer in der Koje herum geworfen wurde. Wir waren beide auch durch das Schlafdefizit tagsüber richtig matschig im Kopf. Wir mussten uns erst daran gewöhnen, dass das Boot nun ohne Unterbrechung pausenlos schaukeln würde, 24 Std. am Tag, 44 Tage lang.
Eine große Erleichterung gab es als Sabine in Malaga zustieg. Sie brauchte zwar auch ein zwei Tage um sich an die permanenten Schiffsbewegungen zu gewöhnen, lief dann aber zur Höchstform in der Küche auf. Von da an bekamen wir endlich wieder was vernünftiges zu Essen. Selbst bei hohem Seegang und bei einem wahnsinns Geschaukel und Krängung stand Sabine in der Pantry und hat die tollsten Sachen für uns drei gekocht. Sie schob zwar kein Wachdienst, aber war oft lange mit uns wach und ihr Dabeisein und die tollen Gespräche mit ihr bis tief in die Nacht hinein machten die Nachtwachen weitaus erträglicher und kurzweiliger. Sabine hat saugut gekocht und Benno war so schlau mit den Augen zu klauen, was und wie sie da zaubert, und ließ sich vieles von ihr erklären, so dass er, als Sabine auf Tenerife von Bord ging, nach ihren Kochrezepten und Tipps den Part des Smutje übernahm. Und – erstaunlich – es gelang ihm echt gut. Gewürztechnisch lagen zwar Welten zwischen ihm und Sabine, aber wie heißt es doch – „einem geschenkten Barsch, schaut man nicht in den … „ Also – es hat super geschmeckt, was er dann JEDEN Tag zubereitet hat. Udo‘s Kochkünste beschränkten sich aufs Wasser kochen. Meine aufs Brotbacken.
Als Udo auf Tenerife an Bord kam um mit uns die Strecke über den großen Teich zu segeln, empfanden wir die Nachtwachen als Kinderspiel. Was für ein Unterschied, die Deckswachen von nun unter Dreien aufzuteilen. Was das Segeln anbelangt, hatten wir einen schweren Start. Die Strecke von Vinaròs nach Gibraltar zog sich wie Gummie – wir mussten viel kreuzen und hatten zusätzliche Tage mit Flauten dazwischen. Auch von Gibraltar bis auf Höhe der Cap-Verdischen Inseln, sind wir oft in Flauten dahingedümpelt. Das hatten wir aber erwartet. Schließlich wussten wir, das erst in Höhe der Kapverden, die Passatwinde richtig greifen. Als wir den Passatgürtel erreicht hatten, ging aber oftmals die Post ab. Windstärken bis 30 kn und mit Böen weit darüber hinaus. Vielfach hatten wir beide *Reffs im Großsegel und auch die Genua wurde gerefft. Liefen wir genau vor dem Wind, blieb das Großsegel unten. Mit der Genua allein lief das Boot besser. Ein Foto der Logbucheinträge zeigt deutlich die Anfangsschwierigkeiten und den Fortschritt ab dem 16 Breitengrad.
Ach ja – beinahe hätte ich’s vergessen. Ich hatte noch in Vinaros ein Spinnakerbaum bestellt, der aber nicht mehr vor unserer Abreise geliefert werden konnte. Also suchte ich unterwegs, als wir an der spanischen Küste entlang fuhren übers Handynetz im Internet nach einem .Spinnakerbaum. Wir hatten Glück, denn von Gibraltar bekam ich eine E-Mail von einer Chandlery, dass sie einen Baum in unserer gewünschten Größe im Lager haben. Den ließen wir uns reservieren und konnte ihn dann in Gibraltar abholen. Was für ein kostbares Geschenk. Das Ding war unbezahlbar. Das Ding ist ein absolutes „Must-have“. Bei den permanent achterlichen Winden hat uns der Baum bestimmt die Reisezeit über den Atlantik um drei Tage verkürzt.
Allerdings war es auch ein Kampf, wenn man nachts bei 30 kn den Baum allein von einer Seite auf die andere schifften musste. Wir waren beide zu stolz, Benno und ich, jeweils den anderen zu wecken um das zu zweit zu machen. Es war auch eine gute Übung für uns beide und wir wissen nun, dass wir uns beide als Einhandsegler bezeichnen können.
Als wir allerdings den 16 Breitengrad erreicht hatten, hangelten wir uns an diesem entlang bis nach Guadeloupe ohne auch nur ein einziges Mal die Segel auf die andere Seite zu setzen. Es ging genau 270 Grad nach Westen. Zwar wechselte der Wind ständig seine Stärke, die Richtung aber blieb gleich. Endlich kein nächtliches Umbauen des Spinnakerbaumes mehr. Die Segelfläche wurde immer wieder verkleinert oder vergrößert. Ab 25 kn refften wir die Rollgenua ein wenig. Den größten Teil der Strecke auf dem 16. Breitengrad segelten wir mit der Genua allein. Meistens zusammen mit Hilfe des Spinnakerbaumes.
Diamond Rock near Martinique
This is a crew member/friend, Veit, of the notorious sailing vessel Faule Haut. This photo was taken just five days ago in the Caribbean, at the “Diamond Rock”, close to Martinique, where my crew stopped for some scuba diving.
These adventures is what you could experience when you come on board.
In fact, he told me, that he even got a kiss on his goggles from “Paula”
Piracy Attack
Faule Haut attacked by pirates
Hallo, Friends of Faule Haut,
the sailing vessel with the German Skipper Ingo on board, who is on route to Guadeloupe, Caribbean.
I hope you weren’t worried about us some days ago when you couldn’t detect us on www.marinetraffic.com. We had turned off our AIS device for two days, or to be more precise, the active sending of our local position after we were being attacked by pirates.
After having successfully sailed through the crowded Strait of Gibraltar we were sailing along the coast of Morocco going south towards the Canary Islands.
We have a DSC marine radio on board which, if turned on and in standby mode, can be activated by another DSC radio on another ship via our MMSI number or via an “All Ships Call”, either from another boat, or the coastguard.
On Nov. 16, we were bothered a few times by several All Ships Calls from the coastguard at Tarifa. We were already 70 miles south of Tarifa, so the message did not come in clearly enough to be understood entirely. They were giving out a warning about three or four men in a boat. That was all we understood. As I said, we did not understand everything and we thought that they were talking about a refugee boat because that area is full of them. It’s a classical route for the refugees from Africa to the Spanish mainland. So we were not paying much attention to their warning and decided to stay clear of any refugee boat unless they are in danger. We were soon to find out, what Radio Tarifa was talking about.
They issued a “Piracy Warning” with their “All Ships Call”, but we didn’t understand it entirely.
A strong squall, a gust of wind, sent from heaven, saved our boat, maybe even our lives.
Am I exaggerating? Judge yourself after reading.
Here’s what was happening on Nov. 16 at 7:40 a.m.
I was alone on deck since 4 o’clock. It was me who was on guard, to keep a lookout.
My friends Sabine and co-skipper Benno were sleeping in their berths.
We were under full sails – beating – which means close hauled – going 6,5 knots in a 25 knots wind.
We were 23 nautical miles away from the coast of Morocco, somewhere between Tanger and Casablanca (exactly in position 35*21.701 N 006*35.929 W),
when I saw a small boat coming straight towards us.
According to the IRPCS (International Rules for Preventing Collisions at Sea) I made a slight turn to starboard to pass it on my port side.
In fact, it was not obligatory to me. It should have been their duty to stay clear out of my way because we were on a sailing vessel under sails and according to the IRPCS a motor boat has to stay clear of a sailing vessel, meaning it has to yield.
But instead of staying clear it was turning to its port side, so that it was coming straight to me. It forced me to to make another turn to starboard to avoid a collision. I was not willing to make another turn because I was under sails and would have lost my speed and come to a stop. With my slight turn to starboard I had signaled them that I will pass them on my port side. The fact that they then changed their course even more to (their) port side let some alarm bells ring in my head. Some kinda shit was about to happen.
Later on it was clear to me that their intention was to make me loose my speed and come to a halt so that they could lie alongside on my port side to enter.
On board were four men, waving their arms, signaling me to stop and/or to make a starboard turn.
A lot of things came to my mind. I’m a good natured guy, that doesn’t expect the bad first in other people, so I thought maybe they wanted to warn me about something. Maybe a floating container or something else. I could not decipher their waving and shouting. Only that they were trying to stop my boat.
When they noticed that I was not wiling to stop or turn, they turned starboard and made another full turn and were coming towards me again in an angle of about 20 degrees. I kept on going strait. Still they were shouting and waving their arms signaling me to stop.
Now a big flow of adrenalin woke me up. This was a serious attempt to stop me.
One loud shout:
“All hands on deck. Possibly a pirate attack.”
woke up my friends and maybe someone on the mainland Morocco, 23 nautical miles away.
While I was going through all kinds of counter procedures in my head I bent down to start the Motor.
Suddenly I stumbled and fell hard on the seat in the cockpit because a very strong squall had hit into the sails. This caused the boat to make an instantaneous sharp turn to port, about 20 degrees or more.
(A boat sailing close hauled does that always when hit by a big squall. It’s called “weather helm” german: “luvgierig”)
In the meantime they were only a few meters away from my bow, a little to my port side, still coming straight towards me.
This quick turn to port was in no way intentionally executed by me, but was caused by this sudden big squall. The Faule Haut turned to port so fast and was about to crash into that other boat. Their helmsman speeded up and turned their boat to starboard to avoid a collision within the last second.
By now, my buddy Benno came up the companion way. Sabine, as a women, did the right thing and hid down below, watching through the windows what was going on
This sharp turn towards them, endangered their lives and their boat and to them this turn must have appeared as a counter attack from us. It looked as if I tried to crash into their boat regardless of even wrecking my own boat.
Me myself would never have dared to make such an aggressive turn.
Yes – from then on it was clear to me that they were pirates. You could tell by the look at their boat and how they behaved.
The pirates must have been confused. I will never know what was going on on their minds but I think they thought that with us, they would not have an easy game.
I asked Benno to get the portable radio and act as if he was calling for help.
For about three minutes they kept on following us, probably thinking how to proceed with us.
Long scary minutes to me. Finally they turned round and went towards the coast.
Probably we were lucky that they were impressed and intimidated and maybe not that courageous or wicked enough to proceed. Might have been beginners. Even pirates have to start from scratch somehow.
Benno was skeptical first that they were pirates that wanted to rob us. Well – he was still sleeping when they approached us.
He thought that maybe they wanted to sell us some hashish, marijuana or other drugs until he was on duty, when he received another “All Ships Call” from the coastguard at Tarifa. This time he fully understood their warning on the radio. It was a Piracy Warning saying that there was a boat in our area with three or four men trying to stop other boats.
Too bad that I got my iPhone out too late to get a clearer picture of them, but I had other things going on in my head and almost other things in my pants.
They had a wooden boat of about 6 – 7 m length, equipped with two well oversized outboards. Typical for pirate boats.
No fishing boats are equipped like that.
Furthermore with a metal rack full of antennas, lights and electronics, as you can see well on that picture. Also typical for a pirates boat.
There was no fishing gear visible whatsoever.
Also that boat did not have a passiv radar reflector. Why not? That’s obvious. They don’t want to be seen or located. When they left, I only had them for about one nautical mile on my radar screen (because of the missing radar refectory). Other similar boat I can see for about 12 nm. Definitely another sign for a pirates boat.
What are three men doing on a open boat like this in the morning at 7:40, 23 nm away from the coast? Without any visible fishing equipment.
Vacationing? Sightseeing? Coffee break?
It was exactly the boat, the coastguard of Tarifa had issued a Piracy Warning in an “All Ships Call”.
That attached photo ain’t that clear but to me it looks as if they disguised or hid themselves with masks. One of them covered himself up with a blanket when they noticed that I took pictures. Another one hid entirely.
I will send that photo to the Tarifa coastguard. At least they get a picture about their boat
Usually these pirates don’t kill you straight away, but they steal all your money and all your electronic devices and gadgets.
We have things like that on board for more than 10,000.- $ US.
If they had stolen all our electronic maps, iPhones, iPads, board computer with all the software that we need for navigating, our cruise would have been over.
I would not have let them rob me that easily. I will never know what happened if they had made it on board.
I’m happy and thankful that they did not succeed.
A squall, a simple gust of wind, precisely timed and sent at the right second, helped to prevent that pirates take over your boat.
To me, this was a miracle?
PRAISE THE LORD JESUS CHRIST.
Skipper Ingo und Crew.